Geschichte

Der Ursprung der Musikvereinigung Belecke liegt im Dunkel der Geschichte.

Ein Ursprungsjahr ist nicht bekannt.

Die heutige Musikvereinigung Belecke ging aus dem „Kolpingorchester“ hervor. Für die Gründung des Kolpingorchesters ist das Jahr 1923 anzusehen. Dessen Ursprungskapelle ist vermutlich die 1921 aufgelöste „Kapelle Korff“. Diese wurde vor dem Ersten Weltkrieg gegründet. Nach Aussage eines alten Verwandten von Fellers habe es in Belecke zur Zeit der „Kapelle Korff“ auch eine „Kapelle Klauke“ gegeben. Diese sei Ursprung der heutigen Musikvereinigung.

Die Kapelle Korff – auch Korff`sche Kapelle genannt – bestand aus 12 Musikern. Gründer, Leiter und Namensgeber war der Schlosser Fritz Korff. Im Jahr 1905 wird die Kapelle Korff im gesellschaftlichen Leben in Belecke noch nicht erwähnt.

Im Jahr 1906 fand die Kapelle Korff erstmalige Erwähnung. Sie begleitete musikalisch den Belecker Rosenmontagszug. Hierbei handelt es sich allerdings um eine ursprünglich mündliche Überlieferung. 1910 spielt zum 50jährigen Bestehen des Belecker Männerchores „eine Belecker Kapelle“. Vor und nach dem Ersten Weltkrieg musizierte die Kapelle Korff an Kaisers Geburtstag, bei Prozessionen, Schützenfesten und in den Karnevalszügen. 1921 wurde die Kapelle Korff aufgelöst. Ursache sollen eskalierende Auseinandersetzungen mit dem Clown des in Belecke gastierenden Zirkus „Barum Barley“ gewesen sein.

1923 wurde – gemäß der Kolping-Jubiläumsfestschrift von 1996 – das Kolpingorchester (bis 1933 „Musikabteilung des katholischen Gesellenvereins Belecke“ genannt) gegründet. Diese ursprünglich ebenfalls mündliche Überlieferung wird durch ein altes Foto des gleichen Jahres bestätigt. Zudem gibt es ein weiteres Foto aus dem Jahr 1928, das im Alten Belecker Rathaus hängt.

Gründer und erster Dirigent des Kolpingorchesters war der Belecker Ehrenbürger Kaspar Bracht (Kirchenküster und Organist). Anfangs musizierte man mit Streichinstrumenten, doch schon bald wurde auf Blasmusik umgestellt. Einige Instrumente wurden von der aufgelösten Kapelle Korff übernommen. Man musizierte zu den gleichen Anlässen wie die Kapelle Korff, z.B. bei Prozessionen und kleineren Vereinsfeiern. Nach alten Aufzeichnungen von Kösters begann man 1925/26, Prozessionen musikalisch zu begleiten. Der erste öffentliche Auftritt war aus Anlass der Fahnenweihe der Freiwilligen Feuerwehr Belecke im Jahr 1928. In den Jahren 1932-1934 halfen arbeitslose Musiker auf Initiative Kaspar Brachts, die alte Kaiser-Heinrich-Quelle neu zu erschließen. 1934 wurde das Kaiser-Heinrich-Bad eröffnet. Bis zum Kriegsbeginn wurden durch dieses Orchester, das inzwischen 25 Mann zählte, die heimischen Feste und Prozessionen musikalisch begleitet. Viele Musiker erhielten die Einberufung zum Kriegsdienst. Nach Kriegsende 1945 kam es zum Wiederaufbau durch Theo Hense, Robert Ebbert, Theo Sprenger, Paul Schiermeister, Heinz Schiermeister, Rudi Padberg, Albert Koch und Franz Elend. Als Dirigent wurde wieder Kaspar Bracht ernannt. Man schloss sich der Kolpingsfamilie Belecke an und nannte sich fortan „Kolpingorchester Belecke“.

Durch die Kolpingsfamilie Belecke wird im Jahr 1964 von einem 40jährigen Jubiläum des Kolpingorchesters (jedoch nicht gesichert überliefert) berichtet. Im Jahr 1967 übergab Kaspar Bracht aus Alters- und Gesundheitsgründen die Leitung des Kolpingorchesters an Franz Gerte.

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Im März 1970 erfolgte die Umbenennung in die „Musikvereinigung Belecke“. Dabei wurde dem Wunsch des Kolpingorchesters nach Selbständigkeit und eigenem Vermögen entsprochen. Hatte man vor dieser Zeit fast ausschließlich auf Festen wie Karneval, Schützenfest und Waldfest in Belecke musiziert, begann man nun auch in der näheren und weiteren Umgebung insbesondere Schützenfeste mitzugestalten (in Allagen, Drewer, Ehringhausen, Sichtigvor, Warstein, Bad Wünnenberg).

Zusammenfassung:

1906 erste Erwähnung der „Kapelle Korff“

1921 Auflösung der „Kapelle Korff“

1923 Gründung des Kolpingorchesters

1970 Umbenennung in „Musikvereinigung Belecke“

Als Dirigenten standen der Musikvereinigung Belecke vor:

Kaspar Bracht 1923 – 1967

Franz Gerte 1967 – 1979

Hans-Josef Feller 1979 – 1989

Klaus-Arthur Feller 1989 – 2008/09

Matthias Wiedemann 2008/09 – Oktober 2010

Klaus-Arthur Feller Oktober 2010 – August 2011

Michael Lohmeier September 2011 – November 2014

Alexander Sojka –  Dezember 2014 – bis heute

Quellen:

– Belecker Narrenschelle; Jubiläumsausgabe 1980: 75 Jahre GBK (S. 67, 78, 121)

– Festschrift zum 75 jährigen Jubiläum der Kolpingsfamilie Belecke 1996 (S. 12, 32/33)

– Praesidium Baduliki (1970, S. 265/266)

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